schließen


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schlie|ßen ['ʃli:sn̩], schloss, geschlossen:
1. <tr.; hat nicht offen lassen; bewirken, dass etwas nicht mehr offen steht, offen ist /Ggs. öffnen/: die Tür, das Fenster schließen; du musst den Deckel noch schließen.
Syn.: zumachen, zuschlagen, zustoßen, zuwerfen, zuziehen.
Zus.: aufschließen, zuschließen.
2.
a) <tr.; hat machen, dass etwas [vorübergehend, für eine bestimmte Zeit] nicht mehr offen, für einen bestimmten Personenkreis geöffnet, ihm zugänglich ist:
das Geschäft schließen; die Schule musste wegen Einsturzgefahr geschlossen werden.
Syn.: zumachen.
b) <tr.; hat machen, dass etwas von einer bestimmten Zeit an nicht mehr offen, geöffnet ist:
er schließt den Laden gleich; <auch itr.> sie schließen pünktlich um 12 Uhr.
Syn.: zumachen.
c) <itr.; hat nicht mehr für die Öffentlichkeit, für einen bestimmten Personenkreis offen, geöffnet sein:
das Geschäft schließt donnerstags um 20 Uhr; der Betrieb schließt für vier Wochen.
Syn.: zumachen.
3.
a) <+ sich> in einen Zustand des Geschlossenseins gelangen:
die Tür des Aufzugs schließt sich; die Blüte schließt sich am Abend.
Syn.: zugehen.
b) <itr.; hat sich in bestimmter Weise schließen lassen:
der Deckel schließt nicht richtig; die Tür schließt automatisch.
Syn.: zugehen.
4. <itr.; hat
a) mit einem Schlüssel eine Drehbewegung machen, wodurch bewirkt wird, dass etwas für andere offen, zugänglich bzw. abgeschlossen, unzugänglich ist:
du musst zweimal schließen; ich schließe schon rein mechanisch.
Zus.: aufschließen, zuschließen.
b) (von einem Schlüssel, einem Schloss) [in einer bestimmten Weise] zu betätigen sein, funktionieren:
das Schloss schließt nicht richtig; der Schlüssel schließt etwas schwer.
5. <tr.; hat
a) jmdn., etwas einschließen (1 c):
den Schmuck in eine Kassette schließen; er schloss ihn in den Keller.
b) anschließen (1):
das Fahrrad an den Fahrradständer schließen.
6. <tr.; hat
a) machen, dass etwas, was auf irgendeine Weise noch unterbrochen oder unzusammenhängend war, nun etwas Ganzes, Zusammenhängendes ist, sodass alles miteinander verbunden, nicht mehr durch etwas getrennt ist:
einen Stromkreis schließen.
Syn.: verbinden.
b) machen, dass etwas, was aufgrund seines Vorhandenseins etwas unterbricht, trennt oder einen Mangel bedeutet, beseitigt wird:
eine Lücke schließen.
Syn.: zumachen.
7. <tr.; hat (eine Veranstaltung o. Ä.) beenden, für beendet erklären:
ich schließe die Sitzung, die Versammlung.
8.
a) <itr.; hat zum Ende bringen, beeenden:
er schloss den Brief, seinen Vortrag mit folgenden Worten …; hiermit möchte ich für heute schließen.
b) <tr.; hat zu Ende gehen, enden:
mit dieser Szene schließt das Stück; die Feier schloss damit, dass ein Lied gesungen wurde.
Syn.: enden.
9. <tr.; hat in sich bergen:
dieses Argument schließt einen Widerspruch in sich.
Syn.: einschließen.
10. <itr.; hat
a) als Folge [logisch] aus etwas ableiten:
aus deiner Reaktion schließe ich, dass du anderer Meinung bist.
Syn.: ableiten, den Schluss ziehen, folgern, herleiten, schlussfolgern, zu dem Schluss kommen.
b) aufgrund von etwas annehmen:
der Richter schließt [aufgrund der Ermittlungen] auf Mord.
Syn.: annehmen, sich ausrechnen, vermuten.
c) etwas an einem Fall Beobachtetes, Vorhandenes auch für andere Fälle für zutreffend, gültig halten:
du darfst nicht von dir auf andere schließen.
Syn.: Rückschlüsse ziehen.
11. <+ sich> sich wie ein Ring um etwas legen:
seine Hände schlossen sich um den Hals seines Opfers.
Syn.: sich legen, umfassen.
12. als Funktionsverb: Frieden schließen (sich versöhnen); eine Ehe schließen (heiraten); einen Vertrag schließen (sich verbünden); mit jmdm. Freundschaft schließen (sich mit jmdm. anfreunden).

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schlie|ßen 〈V. 220; hat
I 〈V. tr.〉 etwas \schließen
1. die Öffnung verdecken von, zumachen (Kasten, Koffer, Schrank)
4. für Besucher unzugänglich machen, versperren (Kirche, Laden, Museum, Schalter, Schule)
5. etwas aus etwas \schließen eine Schlussfolgerung ziehen, folgern
6. etwas in sich \schließen enthalten, bergen
● er hat seine Augen (für immer) geschlossen er ist gestorben; die Ehe (mit jmdm.) \schließen jmdn. heiraten; mit jmdm. Freundschaft \schließen jmds. Freund(in) werden; Frieden \schließen sich versöhnen, einen Streit beenden; einen Krieg durch einen Friedensvertrag beenden; wir \schließen (den Laden) um 18 Uhr; eine Lücke \schließen; er schloss seine Rede, seinen Vortrag mit den Worten ...; die Reihen \schließen zusammenrücken; die Schulen (wegen Grippe, Hitze) \schließen; einen Vertrag, ein Bündnis \schließen unterzeichnen, rechtskräftig machenlass mich für heute \schließen (Schlussformel im Brief); und damit will ich \schließen (Schlussformel im Brief, bei einem Vortrag) ● jmdn. od. etwas an etwas \schließen (mit Schloss) befestigen; den Hund an die Kette \schließen; einen Gefangenen mit Ketten an die Mauer, an einen Ring in der Mauer \schließen; an den Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion dem V. folgte eine lebhafte D.; das Fahrrad an einen Zaun \schließen; daraus kann man \schließen, dass ...; dieses Land schließt manche unbekannten Gefahren, Schönheiten in sich; diese Behauptung schließt einen Widerspruch in sich; jmdn. od. etwas in etwas \schließen sicher verwahren, einsperren; jmdn. in die Arme \schließen umarmen; einen Brief, Geld in ein Fach, in den Schreibtisch \schließen; sie hat das Kind in ihr Herz geschlossen 〈fig.〉 es liebgewonnen; zweimal \schließen 〈umg.〉 den Schlüssel zweimal im Schloss umdrehenwann werden die Läden geschlossen? ● ein geschlossenes e, o mit nur wenig geöffnetem Mund ausgesprochenes e, o; ein geschlossenes Ganzes eine Einheit; geschlossene Gesellschaft G. nur für Mitglieder od. geladene Gäste; geschlossen zum Direktor gehen alle miteinander, die ganze Abteilung, die ganze Klasse; das Museum hat heute geschlossen ist heute nicht geöffnet; in sich geschlossen sein eine vollständige, harmonische Einheit bilden; meine Kollegen stehen geschlossen hinter mir einmütig
II 〈V. intr.; in Wendungen wie〉 ● eine Tür schließt (nicht) kann (nicht) ganz geschlossen werden; der Schlüssel schließt man kann mit ihm auf- u. zuschließen ● von sich auf andere \schließen annehmen, dass andere genauso denken od. handeln wie man selbst; von seiner Handlungsweise kann man auf seinen Charakter \schließen nach seiner H. kann man vermuten, was er für einen Charakter hat; der Schlüssel schließt zu mehreren Türen
III 〈V. refl.〉 sich \schließen zugehen ● die Blüten \schließen sich am Abend; die Wunde hat sich geschlossen ist zugeheilt; die Tür schließt sich von selbst
[<ahd. sliozan „schließen, verschließen“, mnddt. sluten; zu germ. *slut-, *sleut-; zu idg. *skleud- „Haken, kleiner Pflock“; seit dem 16. Jh. „(logisch) folgern“]

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schlie|ßen <st. V.; hat [mhd. slieʒen, ahd. slioʒan, H. u.]:
1.
a) bei einer Sache bewirken, dass sie nach außen abgeschlossen, zu ist:
eine Flasche s.;
die Hand [zur Faust] s.;
ein Buch s. (zuschlagen);
ein hinten geschlossenes (zu schließendes) Kleid;
b) in eine solche Stellung bringen, so bewegen, handhaben, dass dadurch etw. geschlossen wird:
eine Tür, einen Hahn s.;
die Lippen [fest] s.;
c) (eine Öffnung, einen Durchlass o. Ä.) undurchlässig, unpassierbar o. Ä. machen:
einen Durchgang [mit einer Barriere] s.;
eine Lücke s. (ausfüllen);
Ü eine Grenze s. (das Passieren einer Grenze untersagen).
2. <s. + sich> sich zusammenlegen, -falten:
die Blüten schließen sich.
3. sich auf eine bestimmte Weise schließen (1 b) lassen:
die Türen schließen automatisch (werden automatisch geschlossen).
4. <s. + sich> in einen geschlossenen Zustand gelangen:
die Tür schloss sich.
5.
a) <s. + sich> sich anschließen (4):
an den Vortrag schloss sich eine Diskussion;
b) anschließen (3):
sie schloss daran noch einige Worte;
c) anschließen (2):
schließ die Lampe direkt an die Batterie!
6.
a)
etw. in sich s. (etw. [mit] enthalten: die Aussage schließt einen Widerspruch in sich);
b) einschließen (3):
wir wollen ihn [mit] in unser Gebet s.;
c) umfangen, umfassen, umgreifen u. (an einer bestimmten Stelle [am Körper]) festhalten:
die Mutter schloss das Kind fest in die Arme.
7.
a) etw. für Besucher, Kunden o. Ä. zeitweilig unzugänglich machen:
das Museum ist heute geschlossen;
b) geschlossen (7 a) werden:
die Läden schließen um 18 Uhr;
c) (eine Firma, Institution o. Ä.) veranlassen, den Betrieb einzustellen:
er hat seinen Laden aus Altersgründen geschlossen (aufgegeben);
d) den Betrieb einstellen, ruhen lassen:
die Fabrik musste s., weil die Zulieferungen ausblieben.
8.
a) einen Schlüssel im Schloss herumdrehen:
du musst zweimal s.;
b) (von einem Schlüssel, einem Schloss) [in einer bestimmten Weise] zu betätigen sein, funktionieren:
der Schlüssel schließt etwas schwer.
9.
a) einschließen (1):
den Schmuck in eine Kassette s.;
b) anschließen (1):
sie schlossen ihre Fahrräder [mit Ketten] an einen Zaun.
10.
a) (eine Veranstaltung o. Ä.) beenden, für beendet erklären:
eine Sitzung s.;
b) zum Ende bringen, beenden:
er schloss seinen Brief mit den Worten …;
<auch ohne Akk.-Obj.:> hiermit möchte ich für heute s.;
c) zu Ende gehen, enden:
mit dieser Szene schließt das Stück.
11. (einen Vertrag o. Ä.) eingehen, abschließen:
Frieden s.;
mit jmdm. die Ehe s.;
einen Kompromiss s. (sich auf einen Kompromiss einigen).
12.
a) (eine Tatsache, eine Annahme) von etw. ableiten, herleiten:
das lässt sich [nicht] ohne Weiteres daraus s.;
b) etw. an einem Fall Beobachtetes, Vorhandenes auch für andere Fälle für zutreffend, gültig halten:
R du solltest nicht immer von dir auf andere s. (ugs.; was für dich zutrifft, muss deswegen nicht auch für andere zutreffen).

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schließen
 
[engl. close], das Gegenteil von öffnen, also eine Verbindung mit einer Datei, einer Ressource oder einem anderen Rechner beenden.
 
Bei einer grafischen Benutzeroberfläche wie Windows, Mac OS und XWindow führt das Schließen eines Fensters dazu, dass die dort dargestellte Anwendung bzw. das angezeigte Dokument aus dem Arbeitsspeicher entfernt wird. Je nach Art des Schließvorgangs kann ein Speichern des aktuellen Arbeitsstands auf der Festplatte oder einem Datenträger erfolgen. Viele Programme fragen von sich aus nach, ob vorliegende Änderungen beim Schließen gespeichert werden sollen. Das Schließen eines Programmfensters schließt auch alle geöffneten Dokumentenfenster, wohingegen das Schließen eines Dokuments andere unter demselben Programm geöffnete Dokumente nicht beeinflusst.
 
Bei vielen Windows-Programmen bewirkt die Tastenkombination Alt+F4 das Schließen eines Programms, Strg+F4 das Schließen eines Dokuments. Andere Möglichkeiten zum Schließen eines Fensters sind die Schließen-Schaltfläche (»x«) der Titelleiste des Fensters, das Menü »Datei« und das Kontextmenü. Auch das Systemmenü bietet den Befehl »Schließen«, dieser bezieht sich aber immer auf ein Programm.
 
 
Unter Microsoft Word und Excel kann man alle geöffneten Dokumente gleichzeitig schließen, wenn man beim Aktivieren des Datei-Menüs die Shift-Taste betätigt. In diesem Fall erscheint anstelle des Befehls »Schließen« der Befehl »Alles schließen«. Dieser Befehl kann durch Rechtsklick auf eine Symbolleiste, Kontextmenübefehl »Anpassen«, Register »Befehle« auch dauerhaft in die Standard-Symbolleiste übernommen werden.

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schlie|ßen <st. V.; hat [mhd. slieʒen, ahd. slioʒan, H. u.]: 1. a) bei einer Sache bewirken, dass sie nach außen abgeschlossen, zu ist: eine Kiste, einen Koffer, eine Flasche, einen Briefumschlag s.; die Hand [zur Faust] s.; er schloss die Augen [bis auf einen schmalen Spalt]; ein Buch s. (zuschlagen); einen Gürtel (den Verschluss eines Gürtels) s.; jmdm. das Kleid s.; ein hinten geschlossenes (zu schließendes) Kleid; b) in eine solche Stellung bringen, so bewegen, handhaben, dass dadurch etw. geschlossen wird: einen Deckel, eine Tür, einen Knopf, einen Reißverschluss, ein Ventil, einen Hahn s.; die Lippen [fest] s. (in gegenseitige Berührung bringen); mit geschlossenen Beinen; bei [halb] geschlossener Blende; c) (eine Öffnung, einen Durchlass o. Ä.) undurchlässig, unpassierbar o. Ä. machen: einen Durchgang, Zugang [mit einer Barriere] s.; eine Lücke s. (ausfüllen); einen gebrochenen Deich wieder s. (an der beschädigten Stelle reparieren); einen [Strom]kreis s. (vervollständigen); einen Kontakt s. (eine elektrische Verbindung herstellen); Ü eine Grenze s. (das Passieren einer Grenze untersagen). 2. < s. + sich> sich zusammenlegen, -falten: die Blüten schließen sich; die Fangarme schlossen sich um das Opfer. 3. sich auf eine bestimmte Weise ↑schließen (1 b) lassen: die Tür, der Deckel schließt nicht richtig, etw. schwer; die Türen schließen automatisch (werden automatisch geschlossen). 4. <s. + sich> in einen geschlossenen (1) Zustand gelangen: die Tür schloss sich; die Wunde hat sich geschlossen; der Kreis schließt sich. 5. a) <s. + sich> sich ↑anschließen (4): an den Vortrag schloss sich noch eine Diskussion; mit dem ... viereckigen Platze für Märkte und Paraden, ... an den sich Schwärme, Züge, Viertel voller niederer Holzhäuser s. (A. Zweig, Grischa 93); b) anschließen (3): er aber schloss daran die Worte: „Ich wünsche recht guten Appetit ...“ (Th. Mann, Krull 300); c) anschließen (2): schließ die Lampe doch direkt an die Batterie!; ∙ d) sich ↑anschließen (5 a): Ein junger Ritter, Hugo, schloss sich an den stillen, betrübten Eckbert (Tieck, Eckbert 21). 6. a) *etw. in sich s. (etw. [mit] enthalten): die Aussage schließt einen Widerspruch in sich; b) einschließen (3): wir wollen ihn [mit] in unser Gebet s.; c) umfangen, umfassen, umgreifen u. (an einer bestimmten Stelle [am Körper]) festhalten: die Mutter schloss das Kind fest an ihre Brust, in die Arme; er schloss die Münze fest in seine Hand. 7. a) etw. für Besucher, Kunden o. Ä. zeitweilig unzugänglich machen: sie schließen ihren Laden über Mittag; der Schalter wird um 17 Uhr geschlossen; das Museum ist heute geschlossen; b) geschlossen (7 a) werden: die Läden schließen um 18 Uhr; die Börse schloss freundlich (Börsenw.; bei Börsenschluss standen die Kurse günstig ); Die Standardwerte schlossen (Börsenw.; standen bei Börsenschluss im Kurs) bis zu 3 DM pro Aktie niedriger (MM 25. 1. 74, 7); c) (eine Firma, Institution o. Ä.) veranlassen, den Betrieb einzustellen: die Behörden haben die Schule wegen der Epidemie [bis auf weiteres] geschlossen; er hat seinen Laden aus Altersgründen geschlossen (aufgegeben); d) den Betrieb einstellen, ruhen lassen: die Fabrik musste s., weil die Zulieferungen ausblieben. 8. a) einen Schlüssel im Schloss herumdrehen: du musst zweimal s.; b) (von einem Schlüssel, einem Schloss) [in einer bestimmten Weise] zu betätigen sein, funktionieren: der Schlüssel, das Schloss schließt etwas schwer, nicht richtig; der Schlüssel schließt (landsch.; passt) zu beiden Türen. 9. a) einschließen (1): den Schmuck in eine Kassette s.; er schloss ihn in den Keller; warum schließt er sich in sein Zimmer?; ∙ Ich möchte Georgen und Franzen geschlossen sehn (eingesperrt, als Gefangene sehen)! - Es wär' ein Anblick, um Engel weinen zu machen (Goethe, Götz IV); b) anschließen (1): sie schlossen ihre Fahrräder [mit Ketten] an einen Zaun. 10. a) (eine Veranstaltung o. Ä.) beenden, für beendet erklären: eine Sitzung, Versammlung s.; „die Verhandlung ist geschlossen“, sagte der Richter; b) zum Ende bringen, beenden: er schloss seinen Brief, Vortrag mit den Worten ...; die Rednerliste ist geschlossen (weitere Wortmeldungen können nicht berücksichtigt werden); <auch o. Akk.-Obj.:> hiermit möchte ich für heute s.; Ich schloss (beendete meine Mahlzeit) mit einer ... Äpfelcharlotte (Fallada, Herr 140); c) zu Ende gehen, enden: mit diesen Worten, mit dieser Szene schließt das Stück; Der Tag schloss in einer unerfreulichen Stimmung (Niekisch, Leben 334). 11. (einen Vertrag o. Ä.) eingehen, abschließen: einen Vertrag, Pakt s.; mit jmdm. die Ehe s.; Frieden s.; <verblasst:> eine Bekanntschaft s. (jmdn. kennen lernen); einen Kompromiss s. (sich auf einen Kompromiss einigen). 12. a) (eine Tatsache, eine Annahme) von etw. ableiten, herleiten: aus deiner Reaktion schließe ich, dass du anderer Meinung bist; das lässt sich [nicht] ohne weiteres daraus s.; von dem Stil können wir mit einiger Sicherheit auf den Autor s.; Das Gebäude musste also viel älter sein, als sich nach seinem Äußeren s. ließ (Geissler, Wunschhütlein 26); ... die sich, aus ihren Gesten zu s., gerade verabschieden wollten (Langgässer, Siegel 100); ∙* für jmdn. s. (ein Beweis für jmdn. sein, jmds. ↑Schluss 2 a bestätigen): Das schließt für mich, mein Vater (Lessing, Nathan I, 2); b) etw. an einem Fall Beobachtetes, Vorhandenes auch für andere Fälle für zutreffend, gültig halten: man kann von den hiesigen Verhältnissen nicht ohne weiteres auf die Zustände in Frankreich s.; R du solltest nicht immer von dir auf andere s. (ugs.; was für dich zutrifft, muss deswegen nicht auch für andere zutreffen). 13. <2. u. 3. Pers. Sg. Präs. u. Imperativ 2. Pers. Sg. auch schleußest, schleußt, schleuß!:> Freude, Mäßigkeit und Ruh' schleußt dem Arzt die Türe zu (Friedrich von Logau [1604-1655], dt. Dichter, Deutscher Sinn-Gedichte Drey Tausend [1. Tausend, 4. Hundert, Nr. 41]; Herausgegeben von G. Eitner, Tübingen 1872); schleuß dem feindlichen Spott dein Ohr zu (Goethe, Achilleis 254).

Universal-Lexikon. 2012.

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